Die RECORD-Rollen 1941–1951
Bevor Napp och Nytt 1948 erschien, hieß ABUs jährlicher Angelkatalog Record. Es wurden nur fünf Jahrgänge gedruckt — 1941, 1942, 1944, 1945 und 1946 — was sie zu begehrten Sammlerstücken macht.






1939 entwickelte AB Urfabriken vier verschiedene Spinnrollen: Record 1500, Record 1600, Record 1700 und Record 1800. Die Rollen beruhten auf derselben Grundkonstruktion, unterschieden sich aber in Größe, Ausführung und Ausstattung. Göte Borgström war selbst an der Entwicklung beteiligt und erprobte die Rollen beim Angeln, unter anderem im Fluss Mörrumsån.
In der ersten Versuchsserie wurden insgesamt 25 Rollen der vier Modelle gefertigt. Göte Borgström packte die Rollen ein und reiste nach Göteborg, um sie dem Großhändler Paul Berghaus & Co anzubieten.
Der Name Paul Berghaus könnte den Eindruck erwecken, Göte sei nach Göteborg gereist, um eine Person dieses Namens zu treffen. Das war jedoch nicht so. Der Firmengründer Paul Berghaus war bereits am 21. Februar 1911 gestorben, fast dreißig Jahre zuvor. Paul Berghaus & Co bestand danach nur noch als Firmenname weiter.
Empfangen wurde Göte Borgström vom Geschäftsführer des Unternehmens, Hakon Sjödahl, der die neuen Rollen prüfte.
Paul Berghaus & Co war damals ein etablierter Großhändler für Eisenwaren, Waffen, Munition, Sportartikel und Angelgeräte und verfügte über Marktkenntnis wie über ein gut ausgebautes Vertriebsnetz.
Hakon Sjödahl prüfte die neuen Rollen und fragte, wie viele AB Urfabriken liefern könne. Göte antwortete, die Fabrik könne in den kommenden drei Jahren 5 000 Rollen herstellen.
Sjödahl nahm das Geschäft an, stellte aber eine wichtige Bedingung: Die über Paul Berghaus & Co verkauften Rollen sollten nicht den Namen Record tragen, sondern unter der eigenen Marke PEBECO gekennzeichnet und vermarktet werden.
Der nächste Kunde war der Einkaufsleiter von Wilhelm Denninghoff's. Borgström traf Einkaufsleiter Torsten Persson in einem Hotelzimmer in Göteborg. Persson fragte, wie viele Rollen Urfabriken liefern könne. Borgström nannte 15 000 im ersten Jahr und 25 000 in den folgenden zwei Jahren.
Persson schlug vor, dass Denninghoff's im ersten Jahr 10 000 Rollen und in den folgenden zwei Jahren 15 000 kaufen sollte – unter einer Bedingung: Denninghoff's sollte die Exklusivrechte an den Rollen erhalten. Da Urfabriken diesen Auftrag zum Überleben brauchte, stimmte Borgström zu. Urfabriken durfte eine sehr kleine Auflage ohne die Gegenmarkierung W.D. verkaufen.
Im Herbst 1940 wurden die ersten Rollen geliefert. Beide Unternehmen führten im Frühjahr 1941 große Werbekampagnen für ihre Rollen durch.
1941 wurde das Sortiment um eine günstigere Rolle erweitert, die Record 1400.
1942 wurde das Sortiment um Record 1550, 2000 und die Fliegenrolle Precision erweitert.
1400, 1500, 1600, 1700 und 1800 tragen in den Jahren 1939–1943 alle die Gravur MADE IN SWEDEN auf der Kurbelseite.
Alle Rollen haben in den ersten Jahren eine karamellfarbene Kurbel und einen glasierten Achatstein in der Lagerschale. Der Farbton der Kurbel kann variieren.
Die Record 1700 erhielt 1942 eine weiße Kurbel und die 1800 eine gelbe.
1943 lief der Vertrag mit Wilhelm Denninghoff's aus.
1943 wurde die Kennzeichnung MADE IN SWEDEN an den Fuß der Rolle verlegt. Model A wurde auf die Rollen gedruckt und eine neue, leichtere Spule montiert.
Farbige Achatsteine an den Rollen; 1500 und 1550 erhielten günstigere Agatin-Steine. Die Record 2000 hatte einen echten Rubinstein.
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- PEBECO Sidan 1940–1943AB Urfabrikens erste Sportfischereirollen und die Zusammenarbeit mit Paul Berghaus & Co.
- 5000 Arkivet — Napp och NyttAlle eingescannten Jahrgänge 1948–2021, Seite für Seite.
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